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Schwerpunkt · ADHS bei Frauen

ADHS bei Frauen: wenn die Diagnose erst im Erwachsenen­alter zum Thema wird

Abklärung und, falls medizinisch angezeigt, Behandlung in derselben Praxis in Uster.

Für
Frauen mit Fragen zu ADHS
Praxis
Bahnhofstrasse 3, 8610 Uster

ADHS wird bei Mädchen und Frauen teilweise später erkannt. Manche Frauen erhalten deshalb erst als Erwachsene eine Diagnose oder beginnen erstmals, sich mit der Frage einer möglichen ADHS auseinanderzusetzen. Anlass können beispielsweise Schwierigkeiten mit Konzentration, Organisation, Zeitmanagement, emotionaler Regulation oder zunehmende Überforderung im Alltag sein.

Eine Frau ordnet farbige Notizzettel an einem sonnigen Küchentisch, von hinten gesehen

Warum kann ADHS bei Frauen übersehen werden?

ADHS kann sich individuell sehr unterschiedlich zeigen. Bei Frauen stehen nicht immer jene Symptome im Vordergrund, die im Alltag stereotyp mit ADHS verbunden werden.

Hinzu kommen individuelle Kompensationsstrategien und unterschiedliche Anforderungen in verschiedenen Lebensphasen. Deshalb kann eine mögliche ADHS teilweise erst dann stärker auffallen, wenn bisherige Strategien unter veränderten Anforderungen nicht mehr ausreichend funktionieren.

Konzentrationsprobleme allein bedeuten noch keine ADHS.

Eine sorgfältige diagnostische Einordnung ist deshalb entscheidend.

ADHS beginnt nicht mit der Menopause

ADHS ist eine neuroentwicklungsbezogene Störung. Das bedeutet: Für eine diagnostische Einordnung ist nicht nur entscheidend, welche Beschwerden heute bestehen. Die Entwicklungsgeschichte ist wesentlich. Zu betrachten sind beispielsweise:

  • Kindheit und Jugend
  • Schule und Ausbildung
  • Aufmerksamkeit und Organisation
  • Berufliche Entwicklung
  • Alltagsorganisation
  • Beziehungen
  • Bisherige Kompensationsstrategien
  • Verlauf der Beschwerden

Neu auftretende Konzentrationsprobleme in der Lebensmitte sind deshalb nicht automatisch ADHS.

Konzentrations­probleme haben viele mögliche Ursachen

Zur Differenzialdiagnostik können je nach individueller Situation unter anderem gehören:

  • Depression
  • Angst
  • Schlafstörungen
  • Chronische Belastung
  • Erschöpfung
  • Körperliche Erkrankungen
  • Medikamentenwirkungen
  • Autismus-Spektrum-Störungen
  • Hormonelle Übergangsphasen

Gerade in der Lebensmitte können mehrere Faktoren gleichzeitig vorhanden sein.

Psyche, Schlaf und Brain Fog

ADHS und weibliche Hormone

Die Frage, ob Veränderungen der Sexualhormone ADHS-Symptome beeinflussen können, wird zunehmend wissenschaftlich untersucht.

Wenn Beschwerden sich in der Perimenopause verändern

Hier entsteht eine besonders interessante klinische Fragestellung. Eine Frau kann beispielsweise berichten:

  • «Früher konnte ich mich irgendwie organisieren – jetzt geht es nicht mehr.»
  • «Seit Beginn der Wechseljahre ist meine bekannte ADHS viel schwieriger zu bewältigen.»
  • «Ich habe seit der Perimenopause Konzentrationsprobleme und frage mich, ob ich schon immer ADHS hatte.»

Diese Situationen benötigen unterschiedliche Antworten.

ADHS in Perimenopause und Menopause

ADHS-Diagnostik bei Frauen

Eine sorgfältige diagnostische Beurteilung sollte sich nicht auf einen Fragebogen beschränken. Von Bedeutung sind insbesondere:

  • Aktuelle Beschwerden
  • Entwicklungsgeschichte
  • Funktionsbeeinträchtigungen
  • Psychische Begleiterkrankungen
  • Differenzialdiagnosen
  • Körperliche Faktoren
  • Individuelle Ressourcen und Kompensationsstrategien

Medizinisch und psychologisch differenzieren

Dr. Karl-Heinz Bauer verbindet:

  • Gynäkologie
  • Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Psychologie
  • Psychiatrische Kompetenz

Gerade bei der Frage nach ADHS in der Lebensmitte ermöglicht diese Verbindung eine Betrachtung sowohl der Entwicklungsgeschichte als auch aktueller gynäkologischer, psychischer und psychosomatischer Faktoren.

Über Dr. Bauer

Abklärung und Behandlung aus einer Hand

In derselben Praxis finden die ADHS-Abklärung und, falls medizinisch angezeigt, die Behandlung statt. Dazu gehören die ärztliche Verlaufskontrolle und, falls eine Diagnose gesichert und eine Medikation angezeigt ist, auch die medikamentöse Behandlung. Eine Überweisung an eine weitere Stelle ist dafür in der Regel nicht nötig.

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