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Perimenopause & Menopause · Perimenopause

Perimenopause: Symptome verstehen und medizinisch einordnen

Wenn sich Zyklus, Schlaf, Stimmung und Leistungsfähigkeit verändern.

Für
Frauen mit Beschwerden in der Lebensmitte
Praxis
Bahnhofstrasse 3, 8610 Uster

Die Perimenopause ist die Übergangsphase rund um die Menopause. Sie kann bereits mehrere Jahre vor der letzten Menstruation beginnen.

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Was sich allmählich verändert

Für viele Frauen beginnt diese Phase nicht mit einem klar erkennbaren Zeitpunkt. Stattdessen verändert sich etwas allmählich:

  • Der Zyklus wird unregelmässiger.
  • Der Schlaf wird schlechter.
  • Hitzewallungen treten auf.
  • Die Stimmung verändert sich.
  • Die Belastbarkeit nimmt ab.
  • Konzentration und Gedächtnis fühlen sich anders an.

Nicht jede Frau erlebt dieselben Beschwerden – und nicht jede Beschwerde in dieser Lebensphase ist automatisch hormonell bedingt.

Deshalb ist eine individuelle medizinische Einordnung wichtig.

Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause beschreibt die Übergangsphase, in der sich die Funktion der Eierstöcke verändert und sich der Körper schrittweise der Menopause nähert. Zyklusveränderungen gehören häufig zu den ersten Hinweisen.

Hormonelle Veränderungen verlaufen dabei nicht gleichmässig. Gerade deshalb können Beschwerden und Zyklusveränderungen zeitweise stärker und dann wieder schwächer ausgeprägt sein.

Welche Beschwerden können auftreten?

Mögliche Beschwerden sind unter anderem:

  • Veränderungen des Menstruationszyklus
  • Hitzewallungen
  • Nächtliche Schweissausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressive Beschwerden
  • Reizbarkeit
  • Ängstlichkeit oder innere Unruhe
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme
  • Subjektive Gedächtnisprobleme
  • Veränderungen der Sexualität
  • Vaginale und urogenitale Beschwerden
  • Körperliche Veränderungen

Art, Kombination und Intensität können erheblich variieren.

Ist das die Perimenopause – oder etwas anderes?

Diese Frage ist häufig wichtiger als ein einzelner Laborwert.

Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen sind nicht spezifisch für die Perimenopause. Je nach individueller Situation können deshalb auch andere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu können beispielsweise gehören:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Blutarmut beziehungsweise andere körperliche Erkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Psychosoziale Belastungen
  • Medikamentenwirkungen
  • ADHS und andere bereits bestehende psychische beziehungsweise neuroentwicklungsbezogene Faktoren

Die medizinische Aufgabe besteht deshalb nicht darin, möglichst viele Beschwerden den Hormonen zuzuschreiben. Sie besteht darin, hormonelle, gynäkologische, körperliche und psychische Faktoren sinnvoll voneinander zu unterscheiden und in ihrem Zusammenhang zu beurteilen.

Brauche ich einen Hormontest?

Bei Frauen über 45 mit typischen Beschwerden und entsprechenden Zyklusveränderungen ist für die Diagnose der Perimenopause normalerweise kein routinemässiger Hormontest erforderlich.

Das liegt unter anderem daran, dass bestimmte Hormonwerte während der Übergangsphase erheblich schwanken können.

In anderen Situationen kann eine Labordiagnostik dagegen sinnvoll sein, beispielsweise bei jüngeren Frauen oder wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.

Brauche ich einen Hormontest?

Psyche und Perimenopause

Körperliche und psychische Veränderungen sollten nicht künstlich voneinander getrennt werden.

Schlechter Schlaf kann beispielsweise Konzentration und Stimmung beeinträchtigen. Hitzewallungen können den Schlaf stören. Psychosoziale Belastungen können gleichzeitig zunehmen. Eine depressive Erkrankung kann zusätzlich bestehen.

Deshalb ist die Frage häufig nicht: «Hormone oder Psyche?»

Sondern: «Welche Faktoren wirken bei dieser Frau zusammen?»

Psyche, Schlaf und Brain Fog

Konzentration und Gedächtnis

Manche Frauen beschreiben während der Perimenopause eine Veränderung ihrer subjektiven geistigen Leistungsfähigkeit:

  • «Ich kann mich schlechter konzentrieren.»
  • «Ich vergesse mehr.»
  • «Ich verliere schneller den Überblick.»
  • «Ich brauche für alles länger.»

Solche Beschwerden sollten ernst genommen, aber nicht vorschnell einer einzelnen Ursache zugeschrieben werden. Schlaf, Stimmung, Stress, körperliche Erkrankungen, Medikamente und neuroentwicklungsbezogene Faktoren können ebenfalls relevant sein.

Eine besondere differenzialdiagnostische Fragestellung ist ADHS.

ADHS in Perimenopause und Menopause

Medizinische Beratung

Eine gute Beratung beginnt nicht mit einem einzelnen Laborwert, sondern mit der individuellen Situation.

Dabei können insbesondere betrachtet werden:

  • Beschwerden
  • Zyklusentwicklung
  • Schlaf
  • Psychische Gesundheit
  • Körperliche Gesundheit
  • Medikamente
  • Sexualität
  • Individuelle Risikofaktoren
  • Lebenssituation
  • Behandlungswünsche

Menopause und Hormontherapie

Dr. Karl-Heinz Bauer
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe · Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (D) · Dipl.‑Psych. · Dignität Psychiatrie und Psychotherapie · Dignität psychosomatische und psychosoziale Medizin · Ernährungsmediziner. Die Verbindung von Gynäkologie, Psychosomatik und Psychologie ermöglicht eine interdisziplinäre Betrachtung von Beschwerden in der Lebensmitte.

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